Festgeldkonten arbeiten in der Regel ohne Zinseszinseffekt, da die Zinsen meist erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden. In einigen Ausnahmefällen bieten Banken jedoch Festgeldanlagen mit Zinseszins an. Details dazu finden sich in den jeweiligen Angebotsbedingungen. Beim Vergleich von Festgeldangeboten kann es daher sinnvoll sein, die Ausschüttung von Zinseszinsen zu berücksichtigen, um das für Sie passende Angebot zu wählen.
Beim Festgeld können Anleger zwischen sehr kurzen Laufzeiten von wenigen Monaten bis hin zu mehrjährigen Anlagen wählen. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel auch der Zinssatz. Allerdings zeigt sich dieser Effekt meist nur bis zu etwa fünf Jahren – darüber hinaus sind aktuell (Stand: 07/2025) kaum noch höhere Zinsen zu erwarten.
Die Zinssätze bei Festgeldkonten hängen stark vom Leitzins der EZB ab. In einer Phase steigender Zinsen können kürzere Laufzeiten von bis zu 12 Monaten attraktiv sein, da man schneller von verbesserten Konditionen profitiert.
Seit die EZB im Juni 2024 erstmals seit längerer Zeit den Leitzins gesenkt hat, kann es sinnvoll sein, sich die derzeitigen Zinssätze längerfristig zu sichern. Sinken die Leitzinsen weiter oder bleiben sie stabil, sind Laufzeiten von zwei Jahren oder mehr oft von Vorteil. Da Festgeld während der Anlagedauer nicht flexibel verfügbar ist, sollte jedoch nur der Betrag investiert werden, auf den man im gewählten Zeitraum sicher verzichten kann.
Festgeld mit drei Monaten Laufzeit bietet Sparern die Möglichkeit, ihr Kapital kurzfristig anzulegen und dabei von einer garantierten Verzinsung zu profitieren. Aktuell sind bis zu 2,50 % Zinsen p. a. erreichbar. Der Zinssatz liegt meist etwas über dem von Tagesgeld, bleibt jedoch in der Regel unter den Konditionen langfristiger Festgeldanlagen.
Eine dreimonatige Anlage eignet sich vor allem dann, wenn in naher Zukunft steigende Zinsen erwartet werden und das Geld anschließend zu besseren Konditionen erneut investiert werden soll. Auch größere Rücklagen lassen sich teilweise in ein 3-Monats-Festgeld anlegen, während parallel genügend Liquidität auf einem Tagesgeldkonto erhalten bleibt. Für zusätzliche Flexibilität kann das Kapital zudem auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt werden, sodass regelmäßig ein Teil des Guthabens frei verfügbar wird.
Festgeld mit 6 Monaten Laufzeit ist ideal für Anleger, die ihr Kapital für einen überschaubaren Zeitraum anlegen und gleichzeitig feste Zinsen sichern möchten. Derzeit sind bis zu 2,57 % Zinsen p. a. möglich. Der Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert, wodurch eine zuverlässige Finanzplanung möglich ist.
Eine sechsmonatige Festgeldanlage bietet sich an, wenn etwa größere Ausgaben in absehbarer Zeit anstehen, das Geld aber bis dahin rentabel arbeiten soll. Gerade in Phasen schwankender Zinsen erlaubt diese Laufzeit zudem, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren. Im Vergleich zu dreimonatigem Festgeld fallen die Zinssätze bei einer sechsmonatigen Anlage in der Regel attraktiver aus.
Festgeld gilt als besonders risikoarme Anlageform. Innerhalb der EU ist das angelegte Kapital gesetzlich abgesichert: bis zu 100.000 € pro Anleger und Bank. Bei Festgeld in Fremdwährungen richtet sich die Absicherung nach der Währung des Einlagensicherungsfonds, wodurch die Sicherungsgrenze vom aktuellen Wechselkurs abhängen kann.
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt das Kapital bis zu einem bestimmten Betrag auch im Falle einer Bankeninsolvenz. Darüber hinaus bieten viele Banken zusätzliche Sicherheit durch private Einlagensicherungsfonds, sodass die Absicherung über die 100.000 € hinausgehen kann. In unserem Festgeld-Vergleich lassen sich die Sicherungshöhen der Partnerbanken bequem mit einem Klick einsehen.
Welche Unterlagen für die Eröffnung des Festgeldkontos benötigt werden, ist von den Anforderungen der jeweiligen Partnerbanken abhängig. Der Kontoeröffnungsantrag kann je nach den länderspezifischen Anforderungen direkt im Onlinebanking von FinanceX hochgeladen werden. Einige Banken benötigen den Antrag auch im Original.
Zudem wird eine Ausweiskopie benötigt. Wenn Sie diese nicht bereits im Rahmen des Identifizierungsverfahrens zur Verfügung gestellt haben, kann sie als Kopie im Onlinebanking hochgeladen werden. Weitere Informationen über die notwendigen Dokumente finden Sie im jeweiligen Produktinformationsblatt.
Die Zinserträge aus Festgeldanlagen zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen daher der Abgeltungssteuer von 25 %. Zusätzlich fallen 5,50 % Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer an.
Die Abgeltungssteuer wird automatisch von der Bank an das Finanzamt abgeführt. Seit 2009 gibt es zudem den Sparerpauschbetrag: Jeder Anleger kann jährlich bis zu 1.000 € (Stand: 2025) steuerfrei anlegen, bei zusammen veranlagten Partnern verdoppelt sich dieser Betrag. Um den Freibetrag zu nutzen, muss ein Freistellungsauftrag bei der Bank eingereicht werden, der auf mehrere Banken verteilt werden kann.
In einigen Ländern fällt zusätzlich eine Quellensteuer an, deren Höhe von Land zu Land variiert. Diese Steuer auf Kapitalerträge wird direkt von der Bank des jeweiligen Landes abgeführt und kann zwischen 0 % und 35 % liegen. Ob Ihre Festgeldanlage betroffen ist, lässt sich im Festgeldvergleich auf einen Blick erkennen.
Festgeld gilt als klassische, risikoarme Geldanlage und kann jederzeit eine attraktive Investitionsmöglichkeit sein. Die Höhe der Zinsen im Festgeld-Vergleich hängt dabei vor allem von der Laufzeit und der Bonität des jeweiligen Landes ab. Bei den Partnerbanken von FinanceX lassen sich derzeit Zinssätze von bis zu 3,00 % p. a. erzielen.