Was ist Festgeld?

Festgeld ist eine Anlageform mit fester Laufzeit und festem Zinssatz. Dabei wird ein bestimmter Betrag über einen definierten Zeitraum zu festen Konditionen angelegt – deshalb spricht man auch von einer festverzinslichen Geldanlage. Der Vorteil: Anleger wissen schon beim Abschluss, welche Rendite sie am Ende der Laufzeit erwarten können. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher fallen in der Regel die Zinsen und damit die Rendite aus.
Während der vereinbarten Laufzeit steht das Geld üblicherweise nicht zur Verfügung. Nach Ablauf erhalten Anleger sowohl den angelegten Betrag als auch die vereinbarten Zinsen zurück. Im Vergleich zum flexibleren Tagesgeld ist Festgeld weniger variabel, bietet jedoch meist attraktivere Zinsen. Für langfristiges Sparen ist ein Festgeldkonto daher oft eine besonders lohnende Option.

Überblick: So sichern Sie sich derzeit die besten Renditen mit Festgeld

Wird beim Festgeld der Zinseszins mit einberechnet?

Festgeldkonten arbeiten in der Regel ohne Zinseszinseffekt, da die Zinsen meist erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden. In einigen Ausnahmefällen bieten Banken jedoch Festgeldanlagen mit Zinseszins an. Details dazu finden sich in den jeweiligen Angebotsbedingungen. Beim Vergleich von Festgeldangeboten kann es daher sinnvoll sein, die Ausschüttung von Zinseszinsen zu berücksichtigen, um das für Sie passende Angebot zu wählen.

Festgeld-Vergleich: Welche Anlagedauer ist die richtige?

Beim Festgeld können Anleger zwischen sehr kurzen Laufzeiten von wenigen Monaten bis hin zu mehrjährigen Anlagen wählen. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel auch der Zinssatz. Allerdings zeigt sich dieser Effekt meist nur bis zu etwa fünf Jahren – darüber hinaus sind aktuell (Stand: 07/2025) kaum noch höhere Zinsen zu erwarten.

Die Zinssätze bei Festgeldkonten hängen stark vom Leitzins der EZB ab. In einer Phase steigender Zinsen können kürzere Laufzeiten von bis zu 12 Monaten attraktiv sein, da man schneller von verbesserten Konditionen profitiert.

Seit die EZB im Juni 2024 erstmals seit längerer Zeit den Leitzins gesenkt hat, kann es sinnvoll sein, sich die derzeitigen Zinssätze längerfristig zu sichern. Sinken die Leitzinsen weiter oder bleiben sie stabil, sind Laufzeiten von zwei Jahren oder mehr oft von Vorteil. Da Festgeld während der Anlagedauer nicht flexibel verfügbar ist, sollte jedoch nur der Betrag investiert werden, auf den man im gewählten Zeitraum sicher verzichten kann.

Dreimonatiges Festgeld – kurzfristig anlegen

Festgeld mit drei Monaten Laufzeit bietet Sparern die Möglichkeit, ihr Kapital kurzfristig anzulegen und dabei von einer garantierten Verzinsung zu profitieren. Aktuell sind bis zu 2,50 % Zinsen p. a. erreichbar. Der Zinssatz liegt meist etwas über dem von Tagesgeld, bleibt jedoch in der Regel unter den Konditionen langfristiger Festgeldanlagen.

Eine dreimonatige Anlage eignet sich vor allem dann, wenn in naher Zukunft steigende Zinsen erwartet werden und das Geld anschließend zu besseren Konditionen erneut investiert werden soll. Auch größere Rücklagen lassen sich teilweise in ein 3-Monats-Festgeld anlegen, während parallel genügend Liquidität auf einem Tagesgeldkonto erhalten bleibt. Für zusätzliche Flexibilität kann das Kapital zudem auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt werden, sodass regelmäßig ein Teil des Guthabens frei verfügbar wird.

Sechsmonatiges Festgeld – flexibel anlegen und Zinsen sichern

Festgeld mit 6 Monaten Laufzeit ist ideal für Anleger, die ihr Kapital für einen überschaubaren Zeitraum anlegen und gleichzeitig feste Zinsen sichern möchten. Derzeit sind bis zu 2,57 % Zinsen p. a. möglich. Der Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert, wodurch eine zuverlässige Finanzplanung möglich ist.

Eine sechsmonatige Festgeldanlage bietet sich an, wenn etwa größere Ausgaben in absehbarer Zeit anstehen, das Geld aber bis dahin rentabel arbeiten soll. Gerade in Phasen schwankender Zinsen erlaubt diese Laufzeit zudem, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren. Im Vergleich zu dreimonatigem Festgeld fallen die Zinssätze bei einer sechsmonatigen Anlage in der Regel attraktiver aus.

Festgeld für 12 Monate – Kapital sicher und mittelfristig anlegen

Festgeld für ein Jahr ermöglicht es Sparern, ihr Kapital mittelfristig anzulegen und von attraktiven Zinsen zu profitieren. Derzeit sind bis zu 2,65 % p. a. möglich. Diese Anlageform eignet sich besonders, wenn größere Anschaffungen wie der Kauf einer Wohnung, eine umfassende Renovierung oder ein neues Auto geplant sind, die jedoch erst in etwa zwölf Monaten anstehen. Üblicherweise liegen die Zinssätze für einjähriges Festgeld über denen von sechsmonatigen Anlagen.

Festgeld für 2 bis 10 Jahre – langfristig Kapital sichern und verzinsen

Festgeld mit einer Laufzeit von zwei bis zehn Jahren bietet die Möglichkeit, Kapital langfristig anzulegen und von attraktiven Zinsen zu profitieren. Diese Anlageform eignet sich insbesondere für Gelder, auf die über einen längeren Zeitraum verzichtet werden kann

Treppenstrategie – Kapital aufteilen und Zinsen maximieren

Bei der sogenannten Treppenstrategie wird das Kapital auf mehrere Festgeldkonten mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt – zum Beispiel ein, zwei und drei Jahre. Diese Vorgehensweise bietet Flexibilität, da Sparer bei steigenden Zinsen zeitnah reagieren können. Nach Ablauf der Festgelder lässt sich das Geld erneut zu den jeweils attraktivsten Konditionen anlegen. Im Vergleich zu einer einheitlichen Anlage über drei Jahre kann so eine höhere Rendite erzielt werden.

Festgeld: Wie zuverlässig ist diese Anlageform?

Festgeld gilt als besonders risikoarme Anlageform. Innerhalb der EU ist das angelegte Kapital gesetzlich abgesichert: bis zu 100.000 € pro Anleger und Bank. Bei Festgeld in Fremdwährungen richtet sich die Absicherung nach der Währung des Einlagensicherungsfonds, wodurch die Sicherungsgrenze vom aktuellen Wechselkurs abhängen kann.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt das Kapital bis zu einem bestimmten Betrag auch im Falle einer Bankeninsolvenz. Darüber hinaus bieten viele Banken zusätzliche Sicherheit durch private Einlagensicherungsfonds, sodass die Absicherung über die 100.000 € hinausgehen kann. In unserem Festgeld-Vergleich lassen sich die Sicherungshöhen der Partnerbanken bequem mit einem Klick einsehen.

Wer profitiert von einer Festgeldanlage?

Festgeld eignet sich besonders für sicherheitsorientierte Anleger. Unabhängig von der Zinsentwicklung garantiert es eine stabile Verzinsung über die gesamte Laufzeit. Diese Anlageform lohnt sich zudem für Sparer, die ihr Kapital für einen bestimmten Zeitraum entbehren können. Über mehrere Monate oder Jahre angelegt, bietet Festgeld attraktive Renditechancen. Auch zur Vermögenssicherung oder als Teil der Altersvorsorge kann Festgeld eine sinnvolle Wahl sein.

Festgeld bei FinanceX– so funktioniert es

Festgeldkonten arbeiten in der Regel ohne Zinseszinseffekt, da die Zinsen meist erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden. In Ausnahmefällen bieten manche Festgeldanlagen jedoch Zinseszinsen. Details dazu finden Sie bei der jeweiligen Bank oder in den Angebotsinformationen. Beim Festgeld-Vergleich kann es sinnvoll sein, die Zinseszins-Ausschüttung zu berücksichtigen, um das optimale Angebot zu wählen.

Voraussetzungen zur Eröffnung eines Festgeldkontos

Unter diesen Voraussetzungen kann ein Festgeldkonto bei FinanceX eröffnet werden:

Welche Unterlagen sind für die Kontoeröffnung notwendig?

Welche Unterlagen für die Eröffnung des Festgeldkontos benötigt werden, ist von den Anforderungen der jeweiligen Partnerbanken abhängig. Der Kontoeröffnungsantrag kann je nach den länderspezifischen Anforderungen direkt im Onlinebanking von FinanceX hochgeladen werden. Einige Banken benötigen den Antrag auch im Original.

Zudem wird eine Ausweiskopie benötigt. Wenn Sie diese nicht bereits im Rahmen des Identifizierungsverfahrens zur Verfügung gestellt haben, kann sie als Kopie im Onlinebanking hochgeladen werden. Weitere Informationen über die notwendigen Dokumente finden Sie im jeweiligen Produktinformationsblatt.

Wie hoch ist die Mindesteinlage beim Festgeld?

Vom Gesetzgeber gibt es keine Regelungen für die Mindest- oder Maximaleinlage bei Festgeld. Wie hoch die Mindesteinlage bei Festgeld ist, hängt vom Angebot der jeweiligen Bank ab. In der Regel liegt der Mindestbetrag bei Festgeldanlagen zwischen 500 € und 10.000 €. Daher kann es sich lohnen, beim Festgeld-Vergleich genau auf die Konditionen der verschiedenen Angebote zu achten.

Wie sind die Erträge einer Festgeldanlage zu versteuern?

Die Zinserträge aus Festgeldanlagen zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen daher der Abgeltungssteuer von 25 %. Zusätzlich fallen 5,50 % Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer an.

Die Abgeltungssteuer wird automatisch von der Bank an das Finanzamt abgeführt. Seit 2009 gibt es zudem den Sparerpauschbetrag: Jeder Anleger kann jährlich bis zu 1.000 € (Stand: 2025) steuerfrei anlegen, bei zusammen veranlagten Partnern verdoppelt sich dieser Betrag. Um den Freibetrag zu nutzen, muss ein Freistellungsauftrag bei der Bank eingereicht werden, der auf mehrere Banken verteilt werden kann.

In einigen Ländern fällt zusätzlich eine Quellensteuer an, deren Höhe von Land zu Land variiert. Diese Steuer auf Kapitalerträge wird direkt von der Bank des jeweiligen Landes abgeführt und kann zwischen 0 % und 35 % liegen. Ob Ihre Festgeldanlage betroffen ist, lässt sich im Festgeldvergleich auf einen Blick erkennen.

Von den besten Zinsen in unserem Festgeld-Vergleich profitieren

Festgeld gilt als klassische, risikoarme Geldanlage und kann jederzeit eine attraktive Investitionsmöglichkeit sein. Die Höhe der Zinsen im Festgeld-Vergleich hängt dabei vor allem von der Laufzeit und der Bonität des jeweiligen Landes ab. Bei den Partnerbanken von FinanceX lassen sich derzeit Zinssätze von bis zu 3,00 % p. a. erzielen.

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